logo
Textilien 1800-2000
Weberaufstand 1844
Vor der Revolte
Alexander Schneer
Presse vor Revolte
Literatur vor Revolt
Wilhelm Wolff
Gerichtsakten
Presse nach Revolte
Carl Wilhelm Hübner
Weber-Literatur
Das Blutgericht
Ferd. Freiligrath
anonym (1844)
anonym (1844)
Herwegh 1844
Heinrich Heine
Ernst Willkomm
H.E.R. Belani
Louise Otto
Otto Ruppius
Louise Aston
Forschungsstand
Spuren-Diashow
Die soziale Frage
Textilmuseum Bocholt
Gerhart Hauptmann
Aldi, KiK, Lidl u.a.
Bangladesch
China
Interessante Links
Kontakt
So finden Sie uns
Impressum
Sitemap

Georg Herwegh

Fragment ohne Titel 1844

 

Da zog sich der König in Jammer und Graus

Die Krone wohl über die Ohren,

Denn gehen nicht alle die Weber nach Haus

So ist's auch mit den Königen aus —

Und geriet in großen Zoren.

 

Wir brauchen die Weber sicherlich

Hier unten u[nd] dort oben,

Herr J[esus] C[hristus] erhöre mich,

Sie haben ja auch ein Röcklein für dich

Zu Trier der Stadt gewoben.

 

Wir brauchen die Weber — Potz saperlott,

Wer wollt' uns denn Hosen geben?

Erhör mich, lieber Herre Gott,

Und mach uns nicht alle sansculott,

Laß weben o Himmel, laß weben!

 

Erhört mich ihr guten Weberlein,

Ich schick' euch meine Profosen.*

Ihr sollt w[eder] hungrig noch durstig sein,

Trinkt Wasser aus meinem freien Rhein,

Dazu freßt die Franzosen.

 

Sie haben gewoben bei Tag und bei Nacht,

Und haben am Morgen Revolte gemacht,

Und am selben Mittag

 

 

 

* Stockmeister.