Textilmarkt Dakar (Senegal)

 

Gebrauchte Tex­tilien von Ihnen, von Dir und mir — die Tex­tilmärkte für gebrauchte Bal­len­tex­tilien aus Europa — allein aus Deutsch­land wer­den jährlich um die 250.000 Ton­nen Gebraucht­tex­tilien nach Afrika geliefert — bieten bre­iten Bevölkerungss­chichten zum einen die Möglichkeit, preiswert Klei­dung einzukaufen. Vie­len Afrikan­ern sind selbst die Bil­ligst­tex­tilien aus China und Banglade­sch zu teuer — und qual­i­tiv zu schlecht. Sie bevorzu­gen deshalb qual­i­ta­tiv bessere — meist nur wenig getra­gene Tex­tilien aus Europa. Gebraucht­tex­tilien befördern auch den Han­del in den großen Städten — tausende Men­schen arbeiten auf einem Tex­til­markt und sich­ern sich dort ihre Exis­tenz und die ihrer Familie.

Ander­er­seits behin­dert die massen­haft vorhan­dene Gebraucht­tex­tilie das Entste­hen einer eige­nen Tex­til­wirtschaft mit unver­wech­sel­barer afrikanis­cher Iden­tität und behin­dert die Eigeninia­tive zur Her­stel­lung eigener Tex­tilien und Web­waren. Die Pro­jekte von Andreas Möller (siehe “Web­stühle gegen Armut” auf dieser Home­page) weisen einen Weg, diesen Zus­tand ansatzweise zu verändern.

Auf der Suche nach bil­li­gen Arbeit­skräften sondieren vor allem chi­ne­sis­che Tex­til­pro­duzen­ten längst den afrikanis­chen Markt, um dort eine Tex­til­fer­ti­gung für den Welt­markt aufzubauen.

Fotos mit fre­undlicher Genehmi­gung von Ibrahimi M´Bengue, 2014

siehe auch:

http://www.dw.de/altkleiderspenden-segen-oder-fluch/a-15845925

 

 

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