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Websaal und Kontor des Textilmuseums
 

Textilmuseum Bocholt

1984 beschloss der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), in Bocholt ein Textilmuseum zu etablieren. Die Textilindustrie Westfalens wurde als wichtiger, historisch gewachsener und identitätsstiftender Wirtschaftszweig der Region dargestellt. Der Museumsneubau wurde einer historischen Baumwollweberei nachempfunden. Mitarbeiter des Museums halten die historischen Webstühle, Spinn- und Spulmaschinen gängig und produzieren in Gegenwart der Besucher nach historischen Mustern Grubentücher, Tischdecken und viele weitere Stoffe, die im Museumsshop rege Nachfrage finden. Ein museumspädagogisches Konzept veranschaulicht Jung und Alt eine Lebens- und Arbeitswelt, die noch vor wenigen Jahrzehnten täglich erlebte Realität war. 

Mit dem Ankauf der ehemaligen Spinnerei Herding - seit über 100 Jahren in Bocholt tätig, unter Denkmalschutz stehend und neben dem Textilmuseum Bocholt beheimatet - eröffnet sich für Bocholt und die Region die Chance, das Textilmuseum zu erweitern und die heimische Textilindustrie im deutschen, europäischen und globalen Zusammenhang zu präsentieren. 

Mit der LWL-Kulturfabrik-Bocholt entsteht ein lebendiges kulturelles Zentrum, das sich gleichermaßen der historischen Identität und den Zukunftsperspektiven der Region und der Textilindustrie widmet. Das Textilmuseum Bocholt wird in diesem Zusammenhang zu einem der bedeutendsten Textilmuseen Europas.